Seit‘ an Seit‘ mit von der Leyen

Die Piratenpartei ist für Überraschungen immer zu haben: Gestern betitelte Thorsten Wirth, Bundesvorstand und Spitzenkandidat in Hessen, eine Pressemitteilung mit:

Piratenpartei unterstützt Forderung der Familienministerin

Anlass dafür war ein Interview der Rheinischen Post der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen am 23. Juli 2009, indem sie gefordert hatte:

Ich möchte gemeinsam mit den Verantwortlichen [sozialer Netzwerke], aber auch mit der Kompetenz der Jugendlichen einen Verhaltenskodex entwickeln. Es geht um achtsamen und wachen Umgang miteinander. […] Mobbing im Netz kann nicht toleriert werden. Respektvoller Umgang muss in Chats, blogs oder Foren so selbstverständlich sein, wie wir das auch im Schulalltag mit Streitschlichtern oder Vertrauenslehrern einfordern.

Und das imponierte dann schließlich auch der Piratenpartei. Der Bundesvorstand stand sofort bei Fuß und erklärte gestern in eben jener Presseerklärung:

Die Piraten stehen der Familienministerin auf Wunsch gern mit Rat und Tat zur Seite, diese Regeln an diejenigen zu vermitteln, die mit der Netiquette noch nicht so vertraut sind. Beispielsweise könnten Familienministerium und Experten der Piratenpartei gemeinsam konkrete Leitlinien und Vorschläge entwickeln, die Eltern und Erziehern dabei helfen, Kinder und Jugendliche mit dem fairen und verantwortungsbewussten Umgang untereinander vertraut zu machen – besonders im Internet.

Ursula von der Leyen hat sich bislang nicht dazu geäußert. Eine Antwort auf meine Frage an ihre Pressestelle, ob sie das Angebot annehmen werde, steht noch aus.

Update (28. Juli 2009): Antwort ist da.


2 Antworten auf „Seit‘ an Seit‘ mit von der Leyen“


  1. 1 hunnsen 27. Juli 2009 um 15:18 Uhr

    Die „leicht“ satirische Art ist auch an Dir vorbeigegangen oder? :D

    Aber mal ernsthaft: ich finde es auch unterstützenswert Aufklärung an Schulen (und vor allem dem Bundestag haha) zu betreiben. So wie „Chaos macht Schule“, wo unter anderem Mobbing im Internet und die Netiquette besprochen werden und Aufklärung passiert.
    Sowieso halte ich so ein Schulfach mal für sehr angebracht. Es gibt bei weitem noch nicht an allen Schulen Informatikunterricht (und das was besonders nötig wäre, ist ja eher so eine Mischung aus Soziologie, Sachkunde und Informatik) oder überhaupt die notwendige technische Ausstattung.

  2. 2 Leo 27. Juli 2009 um 16:54 Uhr

    Auf jeden Fall. Dewegen habe ich dem BMFSFJ ja auch einen Anfrage geschickt ;-)

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