going offline. going online.

Guten Tag.

Dies ein Abschiedspost.

Kritik und Selbstkritik

Und zwar deswegen, weil es zeitlich nicth schaffbar ist (und war) und mit Uni, Engagement & Freizeit nicht vereinbar war. Entweder hat das Blog mein restliches Leben dominiert. Oder mein restliches Leben mein Blog. So war es im letzten Monat. Hier herrschte Flaute. Das hatte viele Gründe: Studium, Modemschaden (Grüße an freenet…) usw. PiratenWatching war zwar ein angenehmer (Blog-)Sport, zeitlich aber nicht machbar. Gleichzeitig war mir das Format zu speziell, wie ich nach und nach merken musste: kein Platz für Privates, kein Platz für die vielen kleinen Geschichten, die mensch täglich erlebt, wenig Platz für Politisches, dass an Pirat_innen und Netzpolitik vorbeiging. Und das wäre mehr mein Fall.

FAQ

1. Hätte mensch das nicht früher wissen können.
Stimmt. Aber anscheinend musste es erstmal ausprobiert werden. Hoch gesteckte Erwartungen schaden nichts, aber sie führen manchmal eben auch zu Irrtümern ;-)

2. Was passiert mit diesem Blog?
Es bleibt hier stehen, allein schon wegen einiger Trackbacks. Zumindest im nächsten Jahr. Möglicherweise stelle ich demnächst noch einmal alle Posts zum Download bereit. Mal gucken. Ich plane derzeit jedoch nicht, etwas Neues zu posten.

3. Kann ich hier übernehmen?
Klar. Einfach eine E-mail an piratenwatch(ätt)gmx(punkt)de mit dcem Stichwort "Bewerbung um das Blog" schicken. Wichtig ist dabei, dass du eine distanzierte, kritische Haltung zur Piratenpartei hast, ihr nicht angehörst, aber ihren Kampf um progressive Netzpolitik prinzipiell gut findest. Dann überlege ich mir, ob ich dir das Blog übertrage.

4. Wie geht es weiter?
Ich selbst blogge nun auf

http://gnurpsnewoel.blogsport.de

weiter. Wie oft, weiß ich noch nicht. Es wird in jedem Fall ungezwungener sein als hier. Hin und wieder wird es da natürlich auch um Netzpolitik oder die Piratenpartei gehen. Aber auch um vieles mehr. Schau doch mal rein! Einige ältere Posts aus diesem Blog finden sich dort übrigens auch.

Viele Grüße & viel Erfolg

Bundestagswahl soll geentert werden

Die Piratenpartei hat ihre Zulassung zur Bundestagswahl in allen 15 Bundesländern (bis auf Sachsen) erhalten. In Sachsen wollte die Piratenpartei nicht zur Wahl antreten. Damit hat die Partei eine wichtige Hürde genommen.

Der Wahlkampf indes nimmt an Fahrt auf: Auf leyenhaft.de wurden die Plakatentwürfe zur Parteienwerbung vorgestellt und von Pirat_innen bewertet. Der Vorstand hat dann einige der auserwählten Plakate rausgekickt. Das gab Streit, denn viele fanden das basisdemokratische Ranking überflüssig. Auf Andis Blog steht dazu einiges. Nicht so schiuck fanden wohl einige den Vorschlag einer Agentur, was wohl der Verdienst von Aaron König, Bundesvorstand sein dürfte. Der Bundesvorstand und die AG Öffentlichkeitsarbeit der Piratenpartei suchen nach einem Kompromiss und entscheiden das nun.

Nett ist übrigens die Idee von user-genererated Wahlplakaten, wie auf Gedankenstücke zu lesen ist. Hier können Bürger_innen ihre Forderung auf eine Weißfläche des Wahlplakats schreiben und die Piratenpartei soll es dann umsetzen.

CC²-Podcast mit Seipenbusch

Wolfgang Back und Wolfgang Rudolph von Computer:club² haben am 3. August 2009 in ihrem Podcast Piratenkapitän Jens Seipenbusch interviewt. Sie resümieren:

Auch wenn man mit der Piratenpartei nicht über Aussenpolitik oder Rentenpolitik diskutieren kann, so sind die Vorstellungen über moderne Medien gut ausgebildet und ich konnte zum Beispiel fast alle Punkte nachvollziehen und gut heissen. [sic!]

Das Audiocast kann mensch auch hier anhören:

Reader: Datenschutz im Internet

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung Bamberg und die Piratenpartei haben einen Reader über Datenschutz im Internet – Möglichkeiten zur Sicherung und Wiederherstellung der Privatsphäre in Zeiten von Schäuble und Co. herausgegeben. Eien PDF- und HTML-Version finden sich auf http://privacyprotection.pozimski.eu/ zum Download.

Die kleine Todaro-Affäre der US Pirates

Wer Die US-amerikanische Pirate Party hat sich am vergangenen Freitag, den 30. Juli 2009, bei ihren Mitgliedern wegen der Todaro-Affäre entschuldigt. Auslöser war Anthony Todaro aka Antares, ein Freiwilliger, der der US-Partei half, neue Sektionen aufzubauen. Er hatte daher Zugang zu Mailinglisten und anderen internen Kommunikationsmitteln. Das eigentliche Ziel Todaros soll jedoch Spionage gewesen sein, wie es in einer Mitteilung heißt:

Unglücklicherweise nutzte Todaro diesen Zugang, um einen desorganisierten Putsch zu versuchen, indem er eine „Splitter“-Gruppe aufbauen wollte, die bei dem Versuch scheiterte, die Partei auf rechtmäßigem Weg während den Wahlen im Juli dieses Jahres zu übernehmen.

Anthony Todaro habe auf den internen Mailinglisten falsche Informationen verbreitet und habe versucht, US-Pirat_innen auf seine Seite zu ziehen. Die Parteispitze bedauerte, dass dies öffentlich bekannt gegeben habe werden müssen. Der Riss durch die Partei sei izwischen jedoch zu groß.

Anthony Todaros Ansichten seien nicht die Ansichten der US Pirate Party. Er arbeite nicht mehr für die Partei.